Sicherheit/Verkehr/Psychologie

Krankheiten und Fahreignung

als ergänzendes Lehrmaterial für den Unterricht ihrer Studenten. Darüber freue ich mich sehr.

Seit Ende Dezember ist dieser Vortrag übrigens auch im Intranet der Polizei Sachsen zu finden, worüber ich mich ebenfalls freue, weil dadurch auch die Beamten in den Polizeidienststellen einen Zugang zu diesem Fortbildungsangebot erhalten und es in ihren internen Fortbildungen nutzen können.Für Nachfragen stehe ich für alle Polizeibeamten und Mitarbeiter von Fahrerlkaubnisbehörden in ganz Deutschland jederzeit gerne zur Verfügung. Dies ist ein kostenfreies Angebot des IVV Bautzen im Dienste der Verkehrssicherheit.

Ihr Prof. Dr. Dieter Müller, Bautzen

http://www.video.fhoev.nrw.de/…/f552ee4115220cfa81c4b60c537…

 

Bitte beachten:

 

Trotz Brandkatastrophe in London
Deutsche Städte ignorieren Feuergefahr bei Hochhäusern

Nach einer Brandkatastrophe in London wollte Deutschland die Fassaden sämtlicher Hochhäuser auf Feuergefahr prüfen. Eigentlich. Geschehen ist so gut wie nichts, dabei gibt es etliche Risiko-Bauten.

Von Güven Purtul

Am Tag nach der Katastrophe im Londoner Grenfell-Tower versicherte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD), hierzulande sei ein solcher Brand „nach menschlichem Ermessen“ nicht möglich, da die Vorschriften für Hochhäuser viel strenger seien.

Doch eines Tages mussten die Bewohner in Wuppertal fluchtartig ihre Wohnungen räumen, weil die Stadt Mängel, wie die brennbare Fassadenverkleidung, neu bewertete. Danach kündigte Hendricks an, die Bauministerkonferenz werde „kurzfristig erheben, wo es solche Bauten geben kann“.

Doch nach Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ haben die meisten Bundesländer die Hochhausfassaden nicht überprüft.

In bestem Amtsdeutsch schreibt die Berliner Senatsverwaltung: „Eine Verwendung brennbarer Baustoffe an Hochhäusern widerspricht den bauordnungsrechtlichen Anforderungen.“ Diese würde „im Rahmen der bauaufsichtlichen Bauüberwachung“ auffallen. Auch in Sachsen gehen die Verantwortlichen davon aus, „dass nur zulässige Baustoffe verwendet wurden“.

Zwar ist der Einbau brennbarer Baustoffe an Hochhausfassaden in Deutschland verboten – doch das war nicht immer so. Bauordnung ist Ländersache, sodass es zahlreiche Regelungen gab.

Brandkatastrophe in London: Ein defekter Kühlschrank löste das Feuer aus

Früher durften brennbare Baustoffe teils verwendet werden

Die erste Hochhausverordnung von Nordrhein-Westfalen aus 1986 etwa erlaubte brennbare Baustoffe an Gebäuden bis zu einer Höhe von 60 Metern zumindest mit Einschränkungen. Seit 2008 gibt es eine Muster-Hochhaus-Richtlinie, die 2009 auch in Nordrhein-Westfalen übernommen wurde. Sie legt fest, dass Außenwände von Hochhäusern komplett aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen müssen.

Sachsen-Anhalt hat die Muster-Hochhaus-Richtlinie nie eingeführt. Dort gilt seit 1990 eine Richtlinie auf der Grundlage der NRW-Hochhausverordnung. Die meisten Hochhäuser im Osten sind Plattenbauten und stammen aus DDR-Zeiten.

Welche Bauvorschriften bei diesen Gebäuden zur Anwendung kamen „entzieht sich unserer Kenntnis“, heißt es aus dem Bauministerium in Magdeburg. Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel war Vorsitzender der Bauministerkonferenz (BMK), als sich das Feuer im Grenfell-Tower ereignete.

Nach dem Gespräch mit Hendricks setzte er das Thema im Juni per Rundschreiben auf die Tagesordnung der BMK. Webel, dem die Mitteldeutsche Zeitung eine „zupackende Art“ attestiert, regt darin vorsichtig an, „über weitere Verfahrensschritte zur Thematik Hochhäuser nachzudenken“.

Die meisten Bundesländer ordnen keine Kontrolle an

Dabei ist es offenbar geblieben – eine Kontrolle der Hochhäuser haben die meisten Bundesländer nicht angeordnet: Weder große Flächenländer wie Nordrhein-Westfalen, wo 2396 Hochhäuser stehen, Baden-Württemberg oder Bayern, noch die Stadtstaaten Bremen und Berlin, die nicht mal die Zahl ihrer Hochhäuser beziffern können.

Hochhäuser: Schwelende Gefahr

Fast alle zuständigen Ministerien verweisen auf die Brandverhütungsschau (Feuerbeschau) der Gemeinden, bei der Feuerwehrleute in der Regel alle fünf Jahre die Rettungswege und andere offensichtliche Dinge überprüfen, nicht jedoch die Fassaden.

Im November berieten die Bauminister in der Lutherstadt Wittenberg über „mögliche bauaufsichtliche Konsequenzen des Hochhausbrandes in London“ und stellten fest, dass die „Regelungen in Deutschland seit Jahrzehnten sachgerecht sind“. Mit dem Ereignis in London wollen sie sich erneut befassen, sobald „die amtlichen Untersuchungsergebnisse vorliegen“.

Dabei zeigen Zufallstreffer wie im September in Dortmund, dass auch in Deutschland Risiko-Hochhäuser stehen. Die Feuerwehr hatte im Rahmen einer Brandschau ausnahmsweise die Möglichkeit, in eine Wohnung zu schauen und fand einen gefährlichen Installationsschacht mit offener Verbindung zur Tiefgarage. Das Haus musste evakuiert werden.

„Es kann nicht sein, dass solche Probleme dem Zufall überlassen werden“, kritisiert Tobias Scholz vom Mieterbund Dortmund. „Die Brandschutzkonzepte, mit denen die Gebäude genehmigt wurden, müssen auch überprüft werden.“

Eine Überprüfung aller Hochhäuser hält Webel für verzichtbar: „In Sachsen-Anhalt ist das kein großes Problem“, sagt der CDU-Minister, „in den meisten Landkreisen werden sie kein Hochhaus finden. In Halle finden Sie fünf, davon sind vier leerstehend, in Magdeburg haben Sie eins, das ist neu gebaut worden.“

Ein Irrtum: Auf Anfrage des ZDF teilen die Städte erheblich höhere Zahlen mit: Tatsächlich gibt es in Halle 117 Hochhäuser und in Magdeburg – Webels Amtssitz – stehen über 400. Eine Kontrolle der Außenfassaden findet nicht statt.

Anfragen bei den größten deutschen Städten zeigen, dass sehr viele bisher auf eine Prüfung der Fassaden verzichtet haben, neben Berlin auch München, Köln, Düsseldorf, Essen, Leipzig und viele andere.

Die Kontrolle einer Fassadendämmung sei im Regelfall nicht möglich, „da diese unter einer Verkleidung verborgen ist“, erläutert ein Leipziger Sprecher, „zur Kontrolle müsste die Fassade zerstört werden“.

Sanierungen geplant

Etwa die Hälfte der 40 befragten Städte ist zumindest tätig geworden, auch wenn sich viele mit den schriftlichen Angaben der Eigentümer zufriedengeben.

Eine genauere Prüfung verlangen Niedersachsen und Rheinland-Pfalz: Die Bauministerien forderten die Bauämter bei den Kreisen und kreisfreien Städten im Juli auf alle Hochhäuser hinsichtlich der Außenwände zu überprüfen. Die schrieben daraufhin die Eigentümer an und baten um Nachweise zu den Fassaden.

Im Zweifelsfall rückten Brandschutzsachverständige mit einem Bohrer an und entnahmen Materialproben. In Mainz und Braunschweig fanden die Prüfer bei einer Reihe von Hochhäusern brennbare Stoffe. Sanierungen sind geplant.

Dagegen gelang es Hannover bisher nicht, die Zahl der Hochhäuser zu ermitteln. „Derzeit laufen konkretere Prüfungen der Ergebnisse, da es teilweise um einzelne Zentimeter geht, wann ein Haus tatsächlich als Hochhaus deklariert werden kann.“ Als Hochhäuser gelten Gebäude, bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraumes mehr als 22 Meter über der Geländeoberfläche liegt.

2018 sollen die Eigentümer befragt werden. Hessen hält eine allgemeine Überprüfungspflicht für unverhältnismäßig, hat aber den unteren Bauaufsichtsbehörden eine Kontrolle der Hochhäuser empfohlen, die vor 1984 errichtet wurden. Prüfer fanden in mehreren Städten und Kreisen Fassaden mit brennbaren Materialien.

Gutachter plädiert für Prüfinstanz

Im Stadtstaat Hamburg hat die Oberste Bauaufsicht die Eigentümer von Hochhäusern direkt angeschrieben und um eine Überprüfung der Fassadendämmung gebeten. An einem Gebäude aus dem Jahr 1969 wurde man fündig, ein 16-stöckiges Haus mit 171 Wohnungen und etwa 400 Bewohnern im Stadtteil Osdorf.

Die Öffnung der Fassade stand dort aufgrund einer geplanten Sanierung ohnehin an: „Das ist natürlich eine Grundlagenermittlung, die zwingend ist, wenn hier eine neue Fassade aufgebaut wird“, sagt der Brandschutz-Sachverständige Tim Wackermann.

Hinter der Verkleidung aus Faserzementplatten hängen brennbare Dämmplatten aus gepressten Holzspänen: „Im Ernstfall möchte sich die Feuerwehr nicht mit der Brandbekämpfung an der Fassade auseinandersetzen, da gibt es für sie wichtigere Aufgaben“, sagt Wackermann.

Eine Überprüfung allein aufgrund der Akten hält der Gutachter für schwierig, da aus den Bauunterlagen selten hervorgehe, ob brennbare Materialien verwendet wurden. „Konkrete Angaben zu den Materialien sind in der Baugenehmigung nicht üblich.“

Der Gutachter plädiert für eine Prüfinstanz, die kontrolliert, ob die festgesetzten Anforderungen auch umgesetzt wurden. Dazu, wie oft er tatsächlich hinter die Fassaden geschaut hat, möchte er nichts sagen.

Das Osdorfer Hochhaus wurde mit zusätzlichen Feuermeldern ausgestattet, es steht nun unter Daueraufsicht einer Brandwache, bis die Gefahr beseitigt ist.

Mehr zum Thema: „Frontal 21“, Dienstag, 23. Januar, um 21.00 Uhr im ZDF

 

Verkehr nimmt weiter zu

Der ADAC hat im vergangenen Jahr in Deutschland rund 723.000 Staus registriert – mehr als je zuvor. Im Vorjahr hatte der Autoclub 694.000 Stauereignisse auf deutschen Autobahnen gemeldet. Auch bei den Staukilometern gab es laut der ADAC-Staubilanz für 2017 erneut einen Zuwachs. Sie summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1,45 Millionen Kilometer, ein Plus von fünf Prozent, wie der Autoclub mitteilte. Die Zahl der Stunden, die Autofahrer im stockenden Verkehr zubrachten, stieg auf 457.000 (2016: 419.000), das waren neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Es werde an den Straßen rege gebaut – und der Verkehr nehme ständig weiter zu, erklärte der ADAC die Zunahme. Die Kfz-Fahrleistung sei laut der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) gegenüber 2016 um 1,3 Prozent gestiegen.

Die drei Bundesländer mit den meisten Staumeldungen waren erneut Nordrhein-Westfalen (35 Prozent), Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent). Auf diese drei Bundesländer entfielen insgesamt 64 Prozent aller Staumeldungen.

https://youtu.be/psHElPgDLl

http://mediathek.daserste.de/REPORT-MAINZ/Warum-sich-die-Menschen-einen-besseren-Ö/Video?bcastId=310120&documentId=49026296

 

Wie deutsche Städte kurz vor dem Verkehrskollaps stehen.

https://youtu.be/7fD2sOfEWhg

 

 

Der geplünderte Staat Geheime Milliarden Deals in Deutschland 45 Min NDR

 

 

Digitale Entfremdung

„Wir bräuchten dringend mehr Dates mit uns selbst“

Durch die permanente Vernetzung entfernen sich die Menschen immer mehr von sich selbst, glaubt der Psychotherapeut Georg Milzner.
Das kann gefährlich sein, warnt er – und nennt mögliche Auswege.

Ein Interview von Stefanie Maeck

Smartphone-Nutzerin (Symbolbild)

SPIEGEL ONLINE: Herr Milzner, macht uns das Smartphone krank?

Milzner: Das Gerät an sich nicht, die Art es zu nutzen mitunter schon. Zunehmend kommen Patienten mit dem Gefühl zu mir, gar nicht zu wissen, was eigentlich in ihnen geschieht. Sie haben keinerlei Selbstaufmerksamkeit mehr. Man könnte sagen, durch ihre ständig springende Aufmerksamkeit sind sie sich selber fremd geworden.

SPIEGEL ONLINE: Wie beeinflusst der Blick aufs Smartphone die Aufmerksamkeit der Menschen?

Milzner: Zunächst kommt es zu sehr engen Reiz-Reaktionstaktungen. Eingehende Signale wollen gleich beantwortet werden. Es herrscht dabei weitgehende Unabhängigkeit von Raum und Zeit, wir können einander gefühlt rund um die Uhr erreichen. Der Nutzer bekommt den Eindruck: Wow, der Raum ist voller Möglichkeiten.

SPIEGEL ONLINE: Ist das nicht auch psychologisch überaus positiv?

Milzner: Natürlich ist es toll, mit vielen Leuten Kontakt zu halten, zu kommunizieren. Doch Untersuchungen zeigen, dass wir nur mit einer überschaubaren Zahl an Menschen enge Beziehungen haben können. Der hohe Vernetzungsgrad lenkt daher ab von dem, was wir eigentlich sind und wollen. Das liegt aber nicht an der Digitalisierung an sich. Wenn wir mit einem Kind auf dem Tablet ein Spiel spielen, kann das wunderbar sein und uns verbinden. Was Probleme macht, sind die Vielzahl der Reize und die engen Taktungen, durch die unsere engsten Beziehungen und die zu uns selbst aus dem Blick geraten.

SPIEGEL ONLINE: Haben moderne Menschen also gewissermaßen eine Konzentrationsschwäche?

Milzner: Die engen Taktungen führen zu einer zerstreuten Aufmerksamkeit, eine Art permanenter ADHS. Eingehende Reize werden mit schnellen Reaktionen beantwortet. Auf dem Spielplatz, weil eine WhatsApp reinrauscht, gucken Eltern nach unten, während oben auf der Rutsche das Kind die Sicherheitskontrolle bräuchte. So gehen uns die primäre Selbstaufmerksamkeit und die Aufmerksamkeit für unsere engsten Bezugspersonen verloren.

SPIEGEL ONLINE: Was ist schlimm daran, sich selbst nicht ständig Aufmerksamkeit zu schenken?

Milzner: Menschen haben heute Probleme mit Selbstfindungsfragen. Die vielen fremden Bilder auf Instagram oder Facebook bringen sie weg vom inneren Kern und Gefühl. An die Stelle des Fühlens treten Bilder, noch schlimmer: von außen kommende Bilder. Das sind nicht die Bilder und Ideen, die aus meinem eigenen Seelengrund stammen, sondern solche, die von anderen implementiert sind – im digitalen Kapitalismus oft auch von Firmen.

SPIEGEL ONLINE: Wie kommt man dagegen an?

Milzner: Durch eine neue Beziehung zu uns selbst. Wofür will ich mich im Leben einsetzen? Worum geht es mir, wer und was ist mir wichtig? Es geht darum zu erkunden, wer ich bin und welche Motive ich habe.

SPIEGEL ONLINE: Welche Strategien gibt es konkret?

Milzner: Als Souverän der Aufmerksamkeit steuert man selbst und nicht das Smartphone. Ich empfehle dafür die Bildung von Hierarchien. Wer bekommt meine Aufmerksamkeit? Was sind die wichtigsten Dinge? Vielen Patienten fällt es schwer, ihr Handy für die Dauer einer Therapiestunde ganz auszustellen, obschon es da um sie selbst geht. Wir bräuchten aber dringend mehr Dates mit uns selbst. Was fehlt ist Selbstkompetenz, nicht Medienkompetenz.

SPIEGEL ONLINE: Sie fordern eine neue Innerlichkeit. Sollten wir also weniger digital unterwegs sein?

Milzner: Es geht keinesfalls um Technikverzicht. Das Digitale können wir hervorragend zur Selbstfindung nutzen. Patienten bekommen von mir beispielsweise Audiodateien mit aufgesprochenen Tranceinduktionen oder hilfreichen Suggestionen. Sie können die vertraute Stimme des Therapeuten so zeitunabhängig hören. Ich kann die Technologie auch als Erinnerung nutzen, etwa einen Wecker stellen, der mich an seelische Anliegen erinnert, oder ein Zeitfenster für eine Körperwahrnehmung öffnen, die beginnenden Verspannungen entgegenwirkt. Auch im Smartphone gespeicherte Minimeditationen helfen. Dem Reiz-Reaktionsmodus steht ein selbstbestimmter Umgang mit dem Digitalen entgegen.

SPIEGEL ONLINE: Müssen wir also achtsamer werden?

Milzner: Achtsamkeit, das reine Wahrnehmen, ist als Gegenbewegung zur digitalen Selbstentfremdung nicht ausreichend. Achtsamkeit ist zu entrückt, ihr fehlt die kraftvolle Emotion. Besser stellt man sich Fragen: Was macht mich lebendig? Möchte ich mit 80 auf mein Leben blicken und sagen, ich habe immer viele Bilder gepostet? So kann jeder für sich herauszufinden, wie man ein wildes, sinnvolles Leben im Digitalen führt. Und darum geht es.

Wir sind überall, nur nicht bei uns

Leben im Zeitalter des Selbstverlusts
Beltz; 256 Seiten; 19,95

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Bad Kreuznacher Häuser werden geräumt

Brandschutz unzureichend

Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Bad Kreuznacher Dürerstraße müssen ihre Wohnungen verlassen. Der Brandschutz ist mangelhaft, Rettungswege fehlen. Dennoch wollen nicht alle Bewohner gehen.
In diesen Häusern darf zur Zeit keiner mehr wohnen

Sie sehen nicht ein, dass sie die Wohnungen tatsächlich verlassen müssen. Deshalb wird jetzt kontrolliert, ob auch alle ihre Wohnungen tatsächlich verlassen. Das Bad Kreuznacher Bauamt hatte vergangene Woche die Räumung angeordnet. Bauamtsleiter Benedikt Blanz kündigte an, am Morgen mit einem Feuerwehrauto vor Ort sein zu wollen, um den Bewohnern zu zeigen, dass die Drehleiter zu kurz ist, um die oberen Stockwerke im Brandfall zu erreichen.

Vorrübergehend ins Hotel
Bis zusätzliche Fluchtwege vom Besitzer eingebaut werden, sollen die Bewohner vorübergehend in Ferienwohnungen oder Hotels in Bad Kreuznach untergebracht werden.

Stand: 15.1.2018, 9.24 Uhr

 

Rheinland-Pfalz hält Hochhäuser für sicher

Nachdem in Wuppertal (NRW) ein Hochhaus wegen ungenügenden Brandschutzes geräumt worden ist, hat die rheinland-pfälzische Landesregierung für die hiesigen Gebäude Entwarnung gegeben. Grund seien zwei Gesetzesänderungen.

(Symbolbild)

„Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass in Rheinland-Pfalz brennbare Materialien für Hochhäuser verwendet worden sind“, teilte das Landes-Bauministerium am Mittwoch mit. In Rheinland-Pfalz sei „höchster Brandschutz gewährleistet“. Außenwandverkleidungen – also Fassaden – dürften seit 1981 nicht mehr aus brennbaren Baustoffen bestehen. Seit 2008 gelte dies auch für Wände ohne Öffnungen wie zum Beispiel Fenster oder Türen.

Häuser werden regelmäßig überprüft

In Rheinland-Pfalz werden Gebäude dem Ministerium zufolge regelmäßig unter die Lupe genommen – nach Bauordnungsrecht und nach Brand- und Katastrophenschutzrecht. Zur Einhaltung des Brand- und Katastrophenschutzrechtes werden Hochhäuser, Krankenhäuser, Heime, Kindergärten, Schulen sowie Hotels und Pensionen mit über 20 Betten in der Regel im Abstand von fünf Jahren kontrolliert.Wenn es um die Bauordnung geht, werden Kontrollen je nach Art des Gebäudes nach einem Jahr, nach drei oder fünf Jahren fällig. Die Prüfungen nach beiden rechtlichen Vorgaben sollen möglichst zusammenfallen.

79 Tote bei Hochhausbrand in London

In London hatte ein kaputter Kühlschrank ein Feuer im 24-stöckigen Sozialbau Grenfell Tower entfacht. Mindestens 79 Personen starben. In Großbritannien wurden danach die Fassadenverkleidungen von 600 Hochhäusern untersucht. In Wuppertal ist die Fassade eines Gebäudes mit rund 70 Bewohnern nach Angaben der Stadt brennbar – das betrifft den Unterbau aus Holz, die Holzwolle-ähnliche Dämmung und die Kunststoffverkleidung.

Stand: 28.6.2017, 13.22 Uhr

https://www.swr.de/swraktuell/rp/brandschutz-rheinland-pfalz-haelt-hochhaeuser-fuer-sicher/-/id=1682/did=19798236/nid=1682/mzxkh0/index.html

 

 

An Stadtverwaltung Königswinter:

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie mir als Geschäftsführer der Verkehrswacht Bonn (ehemaliger Bundespolizeibeamter, Ausgebildeter Fahrlehrer sowie Sicherheit- und Verkehrsexperte) ein paar Anmerkungen zu dem Artikel im Bonner GA vom 12.01.2018 zu Ihrer schönen Rheinpromenade.
Zuerst einmal ein dickes Lob für Ihren Vorstoß, per neuem Verkehrszeichen, die leider oft rücksichtslosen Radfahrer an ihre Verantwortung gegenüber Fussgängern zu erinnern !
Leider fehlt mir der Glaube an eine Besserung.
Freie Fahrt für freie Bürger ?
So beobachte ich seit Jahren genau solche gefährlichen Situationen an meinem Wohnort 53225 Bonn – Beuel, Rheinpromenade Fuss/Radweg, besonders u.a. zwischen dem Ristorante Canale Grande
und dem Restaurant Bahnhöfchen auf der Rheinaustr.
D.h. auch in diesem Abschnitt der Rheinpromenade sollten vor allem, auf den oft sehr engen Wegen, die Fahrrad- und zunehmenden älteren Pedelecdfahrer sich gegenüber den schwächeren Fussgängern rücksichtsvoller Verhalten (§1 STVO), ja sogar um Unfälle zu vermeiden, „notfalls absteigen und ihr Fahrrad schieben“.
Leider ist die STVO hier nicht so ganz präzise, so dass nur eine vernünftige und umfassende Aufklärung (und vorsichtshalber, „bei Annäherung an Fussgänger sich auch per Klingelzeichen bemerkbar machen, als einfach ohne Rücksicht auf Verluste durch zu brettern“), die wir mit den ca. 600 Bundesweiten Verkehrswachten u.a. betreiben, helfen dürfte.
Empfehlung: Den Zusatz „Fahrrad-Pedelecfahrer hier absteigen“ ca. 300 m das Zweirad schieben.
Damit hätte auch die Polizei bzw. das Ordnungsamt die Möglichkeit evtl. anders bei Verstößen zu sanktionieren.
Ich wünsche allzeit gute Fahrt ohne Hals und Beinbruch, vor allem ohne Grundrecht auf freie Bahn !
Mit freundlichen Grüßen

 

Deutschland im Geschwindigkeitsrausch

Raser verursachen mehr Verkehrsunfälle als Betrunkene am Steuer
Trotzdem fahren Deutsche gerne zu schnell
Verkehrspsychologe nennt die Gründe dafür

Eigentlich spricht alles dafür, sich an die Tempolimits zu halten. Die Statistiken sind eindeutig: Im Jahr 2016 gab es fast 50.000 Unfälle mit Personenschaden wegen „nicht angepasster Geschwindigkeit“ – viermal mehr als wegen Alkohol am Steuer. Und die Zahl sinkt nicht, allen Kampagnen zum Trotz. Warum rasen deutsche Männer (und immer mehr Frauen) so gern?

Der Bleifuß ist nichts typisch Deutsches. Das legen zum Beispiel Studien aus Israel nahe. Auch Franzosen drehten genauso gerne auf, sagt der Hamburger Verkehrspsychologe Jörg Michael Sohn. „In Deutschland gibt es den gesellschaftlichen Konsens, dass Autofahrer und Autos wichtig sind.“ Deswegen ist es auch so schwer, auf der Autobahn ein Tempolimit statt einer Richtgeschwindigkeit einzuführen. „Die Leute glauben, sie hätten ein Anrecht darauf“, sagt der Verkehrspsychologe Stein.

Geschwindigkeit als Spaßfaktor

Sohn kennt Raser aus seiner Praxis

Warum Autofahrer so gerne so schnell unterwegs sind, hat verschiedene Ursachen. Forscher haben festgestellt, dass besonders Männerhirne auf Geschwindigkeit mit der Ausschüttung von Glückshormonen reagieren. „Der Geschwindigkeitsrausch macht Spaß“, so Sohn. Eine Rolle spiele auch das Vergnügen daran, schneller von A nach B zu kommen, als das Navi errechnet hat, oder zu zeigen, was der Motor hergibt. Und Aggression? Da ist der Verkehrspsychologe vorsichtig. Seine Klienten, die wegen eines verlorenen Führerscheins bei ihm sind, streiten das ab. Aggressiv würden Fahrer aber dann, wenn sie schon schnell unterwegs sind und dann ausgebremst würden.

Rasende „Riesenbabys“

Im Temporausch

Sohn selbst hat mehrere „Raser“-Typen ausgemacht: junge Fahranfänger, die erst ausloten müssen, was sie bewältigen können. Erfolgreiche Geschäftsleute auf der Suche nach Selbstbestätigung. Das Motto laute dort „wenn ich noch fahre wie ein Jungspund, gehöre ich noch nicht zum alten Eisen.“ Ein weiterer Typus seien gescheiterte Selbständige, die zum Teil mehrere Insolvenzen und Ehen hinter sich hätten. Dies zeige deutlich, dass sie Risiken nicht einschätzen könnten, sagt Sohn. Schließlich nennt er noch die „Riesenbabys“. Ohne Job, Wohnung und Freundin: „Das einzige, was sie haben, ist ihr Auto.“

Freie Fahrt für freie Bürger?

Sanktioniert wird das Schnellfahren eher selten, egal ob auf der Landstraße oder in der Tempo-30-Zone. Nach Sohns Schätzung könne man 1.000 Mal unbehelligt rasen, ehe man erwischt werde. Geschwindigkeitsbegrenzungen machen trotzdem Sinn, sagt Sohn, besonders auf der Autobahn: „Daran würden sich die Deutschen auch gewöhnen.“ In den USA hielten sich auch alle daran: „Und das ist ein Volk, das sich eigentlich gar nichts sagen lässt.“

Umfrage zu Tempolimit von 120 Stundenkilometer auf deutschen Autobahnen (2018) | statista

Statistik zu Unfallursachen | destatis

Verkehrs- und Unfalldaten 1970-2014 | bast

Verkehrstote Oktober 2015 bis Oktober 2017 | statista

Verkehrspsychologe: „Junge Männer rasen, weil sie balzfreudig sind“ | audio

Tempo 80 auf Landstraßen: Frankreich nimmt den Fuß vom Gas | tagesschau

Schärfere Verkehrsregeln: Frankreich drückt auf die Bremse | audio

Tempolimit auf der A4 bei Düren | mehr

Stand: 11.01.2018, 17:53

 

Es ist merkwürdig, wie der Straßenverkehr in unserem Leben und die mit ihm verbundene Gefahr als notwendig wahrgenommen wird. […]

Es gibt derzeit sehr viel Angst in Deutschland. Seit 2015 hat sich der Anteil der Menschen, die den kleinen Waffenschein erworben haben, in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel, verdoppelt. Die Menschen fürchten sich vor dem Wolf, obwohl ein Wolf bisher noch kein einziges kleines Mädchen gefressen hat. Er hat Tiere gerissen, das hat einen wirtschaftlichen Schaden gebracht. Aber wie steht es mit dem wirtschaftlichen Schaden, den Verkehrsunfälle hervorrufen? Die Sperrung der A2 soll ungefähr 300.000 Euro gekostet haben.

Ist es einfacher, die Gefahr zu ignorieren?

Wenn terroristische Anschläge täglich all diese Toten und Schwerverletzten hervorbringen würden, da gäbe es doch eine große Panik, da ginge doch kaum noch jemand aus dem Haus, da wähnten wir uns doch alle in großer Gefahr? Viele tun das jetzt schon, sie haben jetzt schon große Angst vor einem terroristischen Anschlag, sie wagen sich aber jeden Morgen auf die Autobahn.

Quelle: taz

 

„Die wollen keinen Neustart“
Die Verkehrswende ist überfällig.

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie erklärt, wie sie gelingen kann – und was das für die deutsche Automobilindustrie bedeutet, die zurzeit noch auf der Bremse steht.
brand eins: Herr Knie, die Elektromobilität ist in aller Munde, die Automobilindustrie steht vor einem Neustart. Sollte ich mir jetzt ein E-Auto kaufen?
Andreas Knie: Versuchen Sie es doch mal, Sie wären vermutlich überrascht. Vor knapp zwei Jahren haben wir einen Test gemacht und 48 unserer Studenten zu den Händlern geschickt – aus Glaubwürdigkeitsgründen in Sachen Finanzkraft zusammen mit ihren Vätern. Sie sollten ein Elektroauto kaufen. Zwei davon kamen mit einem Angebot wieder. Dem Rest hat man erzählt: „Vergessen Sie das mal schnell wieder mit dem Elektroauto, das wird nix. Hier, nehmen Sie einen Diesel, der ist auch umweltfreundlich, und da bekommen Sie Rabatte, Rabatte, Rabatte.“ Da wird sich nicht viel geändert haben. Die Industrie will momentan gar keine Elektroautos verkaufen. Die wollen keinen Neustart.
Na ja, die Händler wollen schnell noch ihre Ladenhüter loswerden.
Das zeigt sich nicht nur bei den Händlern, das hat System. Wir hatten damals, 2009, den Mini-E hier am InnoZ zum Test. Dabei waren auch führende BMW-Manager. Die Mini-Fahrer waren begeistert und wollten nichts anderes mehr haben. Da hat BMW Angst bekommen, dass sich das herumspricht und sie das falsche Auto anbieten. Der Plan, nach den ersten 500 Mini-E auf 5000 Fahrzeuge aufzustocken, wurde sofort einkassiert, auch die Prototypenzulassung hat BMW nicht verlängert. Ein anderes Beispiel: 2013 brachte Daimler den Elektro-Smart auf den Markt. Das Problem: Der Stromer war viel besser als die Verbrenner-Version. Bereits vor Ende Mai verkündete Daimler, dass die Jahresproduktion ausverkauft sei. Was ja durchaus sein kann – aber hat man mal irgendwann gehört, dass man leider keine S-Klasse mehr bauen kann oder der A8 ausverkauft ist? Das gibt es nicht. Das ähnelt alles der EV1-Geschichte. Ein visionäres Elektroauto, gebaut 1995 von General Motors, mit schon damals etwas mehr als 100 Kilometer Reichweite. Vom EV1 wurden drei Exemplare gerettet, der Rest wanderte schnell in die Schrottpresse. Das Elektroauto war zu gut. Wie das im Detail gelaufen ist, zeigt der wunderbare Dokumentarfilm „Who Killed the Electric Car?“.
Quelle: brand eins

 

Bitte mitmachen:


Die App Mobile Lebensretter basiert auf dem Gedanken des First Responder und  „Community-Hilfe“.
Durch die vollautomatische Alarmroutine ist diese App extrem schnell.
www.mobile-lebensretter.de
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/first-responder-wenn-freiwillige-leben-retten-a-1182700.html

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht des Geschäftsführers der Verkehrswacht Bonn e.V.
Wolfgang Wobido

Ortsbesichtigung
Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Bonn
Om Berg
Pützhecke 10
53229 Bonn

04.12.17 – 07.20- 08.45 Uhr

Wetter +5 C, dunkel, leichter Regen

Folgende Beobachtungen habe ich gemacht:

1. Die Schulkinder haben sich vorbildlich verhalten, als sie die Strasse in Richtung Schuleingang, vom Bus kommend, an dem mit ihnen „einstudierten Übergang“überquert haben.

2  Mindestens 12 der ankommenden Linienbusses haben bei ihrem Halt nicht die Warnblinkanlage eingeschaltet.

3.Trotz der vorgegeschreibenen 30 Km/h Zone wurde generell „gefühlt zu schnell“ gefahren.

4. Auf der linken Straßenseite Veilchenweg/Pützhecke in Richtung Schule sind drei Straßenlaternen defekt; die Lampe der ersten Laterne an der Straßenecke wird außerdem von Zweigen einer hohen Tanne verhüllt so dass ihre Leuchtkraft deutlich gemindert ist.

5. Die amtlichen Verkehrszechen „Verkehrshelfer“ und „Vorsicht Kinder“ sind falsch angebracht und nicht mehr zeitgemäß. Sie sollten – entgegen der STVO mit knallgelber Signalfarbe ersetzt werden – Niederländer und andere Bundesländer sind hier schon weiter.

6. Die zu große Anzahl und die Art der Beschilderungen wird dem Schutz der Kinder nicht gerecht, da z.B, die Hinweisschilder auf „Verkehrshelfer“ (blau/weiß – im Dunkeln ?) zu klein bzw. die allgemeinen Gefahren an dieser Einmündung kaum, und der Hinweis „Schule om Berg“ zu groß ausfallen

7. Verkehrsgefährdend ist auch die Praxis mancher FZ Führer in der Kurve-Pützhecke/Veilchenweg anzahlten, um Schulkinder aussteigen zu lassen, bzw. weiterzufahren, ohne auf Schüler Rücksicht zu nehmen die die Straße überqueren wollen.

8. Die Parkmöglichkeiten für die Lehrer sollten voll ausgeschöpft bzw. ausgebaut werden, um die Straße „Pützhecke“ – so weit  wie möglich für die Elterntaxis, die sich z.Z.gegenseitig behindern frei zu halten.

9. Die bei der gemeinsamen Ortsbesichtigung am 23.November durch die Stadt Bonn, der Polizei sowie der Schulleiterin beschlossene erste Maßnahme – Absenkung des Bordsteins inkl. Markierung mit weißer Farbe kann nur begrüßt werden.

Meine Empfehlung:
Großzügigen, verkehrsberuhigten Bereich (max. 7 km/h) einrichten – Zeichens Nr. 325

Nachtrag:
Inzwischen glaube ich, dass dies nur die Spitze des berühmten Eisberges ist, denn ich habe mir auch die Verkehrssituation auf der Limpericher Str.55  53225 Bonn-Beuel Kindergarten angeschaut. Durch die Parker links und rechts ist der Kindergarten (VZ. „Vorsicht Kinder“ fällt nicht auf) kaum als solcher zu erkennen, niemand geht so richtig vom Gas (da 50 km/h), die Beleuchtung scheint auch ungenügend zu sein, beeinflußt durch hohe Bäume an der Einfahrt.

Stehe für weitere Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Wobido

BN/Beuel: 20 Km/h am Jungen Theater

 Der fliessende Verkehr rings um das Beueler junge Theater, dem Krankenhaus und der Kirche sollte dringend zum Schutz der Kinder, auf 20 Km/h Höchstgeschwindigkeit herunter reguliert werden, sagte der neu gewählte Geschäftsführer der Verkehrswacht Bonn e.V. und Anwohner Wolfgang Wobido
Spätestens in Höhe der Bäckerei Schlösser auf der Herrmannstrasse  in Fahrtrichtung Süden, d.h. bereits vor der auch leider durch Parker bedingten unübersichtlichen leichten Rechtskurve müsste dann auf die Geschwindigkeitsreduzierung per Verkehrszeichen hingewiesen werden um die Kinder beim evtl. überqueren der Strasse bestmöglich zu schützen – gilt selbstverständlich auch für den Gegenverkehr.
Die Fussgänger Ampelanlage sowie die Stahlkette zu Absicherung an der Herrmannstrasse direkt am Eingang des Theaters, und das etwas versetzte aber viel zu nah an der Gefahrenstelle platzierte Verkehrszeichen „Vorsicht Kinder“ (da eh durch andere Verkehrszeichen kaum auffallend), reicht nicht aus.
Ich beobachte immer wieder, wie Massen von Kindern per Bus (trotz eingeschalteter Warnblink Anlage fahren viele PKWs mit unverminderter Geschwindigkeit vorbei) zu dem jungen Theater gebracht werden, aber auch mehrere Gruppen zu Fuss von der Kreuzung  Goethealle/Johann-Link-Str. über die engen Fusswege Richtung Theater laufen- gehört zum Schulweg.
Es kann nicht sein, das Kinder dort ein paar unverbesserlichen Rasern schutzlos ausgeliefert sind und bitte die Stadt Bonn schnell zu handeln bevor jemand zu Schaden kommt, so Wobido weiter.
Empfehlung: 20.-km/h Flächendeckend einrichten.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Wobido
Zingsheimstr.4
53225 Bonn
Tel.0228-522 644 37

http://www.verkehrswacht-bonn.de/

SICHER ZUR SCHULE UND ZURÜCK: SCHÜLERLOTSEN UND SCHULBUSBEGLEITUNG

Seit über 60 Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen Schülerlotsen. Die Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1953, als man sich aufgrund steigender Motorisierung zur Übernahme des in anderen Ländern, wie den USA, bereits etablierten Modells entschied. Seither gab es auf Wegen, die von den Lotsen gesichert wurden, keinen nennenswerten Unfall.

Vom ersten Tag an unterstützten die Verkehrswachten die Schülerlotsen, die heute offiziell Verkehrshelfer heißen. So werden die ehrenamtlich Helfer über die Verkehrswachten mit Signalwesten und Kellen ausgestattet. Der Schülerlotsendienst selbst wird durch die Schulen eingerichtet, die Ausbildung von der Polizei durchgeführt. Schüler werden jedoch nicht nur von Schülern gelotst: Oft sind es die Eltern oder Großeltern, die den Schulweg absichern. Denn Schülerlotse kann man erst mit 13 Jahren werden und somit können an Grundschulen den Dienst nur externe Schüler oder eben die Angehörigen der Kinder versehen. In 2016 waren in Nordrhein-Westfalen daher neben den 1.620 Schülerinnen und Schülern auch 2.254 Erwachsene als Verkehrshelfer im Einsatz.
Neben den 3.874 Verkehrshelfern sorgten auch 636 Schulbusbegleiter für einen sicheren Weg zur Schule. In der Summe sicherten in 2016 damit 4.510 Ehrenamtliche die Schulwege in Nordrhein-Westfalen.

Wer selbst als Schülerlotse aktiv werden will, wendet sich an die entsprechende Schule.

WARUM AM SCHÜLERLOTSENWETTBEWERB TEILNEHMEN 

Marc aus Bonn war am 6.7.2017 in Mönchengladbach dabei und berichtet im Beitrag von CityVision von seinen Erfahrungen.
Mein Vorgänger ist auch im Bild.

https://youtu.be/BLAQSryVPkA?t=31
https://youtu.be/b8U56powyck

 

Deutsche Verkehrswacht:

Oberste Zielsetztung der Deutschen Verkehrswacht ist es, vor Ort die Verkehrssicherheit zu förden, Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung zu betreiben,Verkehrsunfälle durch geeignete Massnahmen zu verhüten, die Interessen ALLER Verkehrsteilnehmer auf ausreichende Sicherheit im Verkehr zu vertreten, Mitglieder, Behörden und Schulen in Fragen der Verkehrssicherheit zu beraten und bei ihrer Arbeit Belange des Umweltschutzes mit einzubeziehen.

 

 

Das Auto winterfit machen

Schnell einen Termin für den Reifenwechsel ausmachen
Beleuchtung und Frostschutz nicht vergessen
Die Kälte ist ein Batterie-Killer

Winterreifen
Mittlerweile sollten die Winterreifen längst aufgezogen sein. Die Faustregel von O bis O, also von Oktober bis Ostern, ist weiter gültig. Trotzdem werden immer noch viele Autofahrer vom ersten Wintereinbruch überrascht und sind dann auf Sommerreifen unterwegs, trotz drohender Bußgelder, Punkte und einem stark erhöhtem Sicherheitsrisiko. Wenn der Winter dann einmal da ist, ist es schwierig zeitnah einen Termin für den Reifenwechsel zu bekommen, da die Werkstätten komplett ausgelastet sind. Das Auto muss stehen bleiben, oder die Reifen selbst gewechselt werden.

Generell gilt: Im Vergleich zu den Sommerreifen kann bei den meisten Fabrikaten 0,2 Bar mehr Luftdruck in die Reifen gegeben werden. Das erhöht nicht nur den Bodenkontakt, sondern verringert auch den Verschleiß.

Frostschutz
Neben dem Kühler muss natürlich auch in der Scheibenwaschanlage genug Frostschutzmittel vorhanden sein. Experten raten bei beidem zu einem Frostschutz von mindestens -25 Grad, zumindest in den meisten Regionen von NRW. Ohne funktionierende Scheibenwaschanlage ist es ähnlich wie bei der Bereifung – das Auto muss stehenbleiben.

Kälte setzt den Batterien zu
Gerade im Winter machen die Batterien schlapp. Daher sollte die Batterie entweder in der Werkstatt gecheckt, oder aber selbst überprüft werden. Der ADAC gibt den Tipp, vor dem Starten des Motors einfach das Abblendlicht einzuschalten. Wird das Licht dunkler, wenn der Motor gestartet wird, deutet das darauf hin, dass die Batterie bald den Geist aufgibt. Gleiches gilt, wenn die Beleuchtung dunkler wird, wenn während der Fahrt Radio und Gebläse, also weitere Stromverbrauche, eingeschaltet werden.

Schon Winterdiesel getankt?
Wird ein Auto nur wenig bewegt und alle paar Monate aufgetankt, kann es sein, dass sich auch jetzt noch Sommerdiesel im Tank befindet. Die Tankstellen verkaufen über das Jahr verschieden zusammengesetzte Diesel-Kraftstoffe, weil der Sommerdiesel bei niedrigeren Temperaturen flocken kann und dann den Kraftstofffilter verstopft. Der Autofahrer bekommt von der Umstellung nichts mit. Wer mehrere Monate nicht tanken musste, der sollte das jetzt mal wieder tun, um einen temperaturunempfindlicheren Diesel im Tank zu haben.

 

20 Unfälle an Bahnübergängen im Jahr 2016

Im vergangenen Jahr hat es an den 2.079 Bahnübergängen in Nordrhein-Westfalen 20 Unfälle gegeben.

Wie die Deutsche Bahn am Mittwoch (08.11.2017) in Frankfurt mitteilte, wurden 2016 bundesweit 140 Unfälle an den Kreuzungen von Schiene und Straße registriert.

Hauptunfallursache sei, dass der Vorrang des Schienenverkehrs missachtet werde, erklärte die Bahn. Bundesweit hat Bayern die meisten Bahnübergänge (3.131) und auch die meisten Unfälle (35). Niedersachsen und NRW folgen auf Platz zwei.

Insgesamt beobachtet die Bahn sinkende Unfallzahlen: 2013 waren in NRW noch 34 Unfälle an Bahnübergängen verzeichnet worden.

Bahnverkehr: Wenn es fast zur Katastrophe kommt

Mensch größerer Risikofaktor als Technik.

76 Beinahe-Kollisionen zwischen 2010 und 2015.

Der Beinahe-Unfall am 1. Februar 2017 im Bahnhof Gruiten ist nach Ansicht der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) auf „menschliches Fehlverhalten“ zurückzuführen, wie jetzt bekannt wurde. Im zuständigen Stellwerk in Wuppertal-Vohwinkel wusste man nichts von der Regionalbahn, die in Gruiten wartete. Nur der Geistesgegenwart des folgenden ICE-Lokführers ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte: Er brachte den Zug 15 Meter vor der Regionalbahn zum Stehen.

Neues elektronische Stellwerk soll mehr Sicherheit bringen
Situationen wie diese sind mit dem neuen elektronischen Stellwerk, das in den Sommerferien in Wuppertal installiert wurde, offenbar unwahrscheinlicher geworden. Dieses speichere Änderungen im Fahrplan elektronisch und zeige diese automatisch an, sagte ein Sprecher von „Pro Bahn“.

Mit dem Fast-Zusammenstoß in Gruiten haben die aufwendigen Bauarbeiten, die Wuppertal in den Oster- und Sommerferien mehrere Wochen lang vom Zugverkehr abgekoppelt haben, allerdings nichts zu tun. „Die Baumaßnahme war lange vorher geplant, da gibt es keinen Zusammenhang“, sagte eine Bahnsprecherin am Donnerstag (21.09.2017) dem WDR. Erste Ankündigungen über die Behinderungen in und um Wuppertal gab es bereits Ende 2016.

Zwischen 2010 und 2015 kam es im Bahnverkehr in Deutschland laut EUB zu 14.433 „gefährlichen Ereignissen“. Bei 76 davon handelte es sich „unzulässige Einfahrten in besetzte Gleisabschnitte“ wie in Gruiten – das entspricht 0,52 Prozent. Die meisten der gefährlichen Ereignisse sind Personenunfälle, Entgleisungen sowie Kollisionen mit Gegenständen oder Fahrzeugen auf den Gleisen. Auch Züge, die an einem Haltesignal weiterfahren, kommen in die Statistik – auch wenn weiter nichts passiert.

Menschliches Versagen Hauptursache für Unfälle

Schwere Unfälle sind in der Regel auf menschliches Versagen zurückzuführen. Meist sind es Autofahrer, die die Warnhinweise an Bahnübergangen missachten. Bahnmitarbeiter hatten laut EUB eher selten Schuld an schweren Unfällen. Doch natürlich gibt es auch solche Fälle in NRW. So kollidierte im Dezember 2014 in Witten ein Pkw mit einer S-Bahn an einem Bahnübergang. Wegen einer technischen Störung sollten dort Hilfsposten auf den Übergang hinweisen. Allerdings waren diese nur auf einer Seite postiert. Der Unfall, bei dem der Fahrer schwer verletzt wurde, ereignete sich jedoch auf der anderen Seite. Im Oktober 2013 sorgte eine von Technikern falsch eingestellte Bremse bei Gladbeck dafür, dass ein Güterzug auf einen anderen auffuhr. Ein Lokführer wurde schwer verletzt, es entstand ein Sachschaden von über 2 Millionen Euro

www.wdr.de

 

Herbstgefahren

Bonn,03.Nov.2017: Der jahreszeitliche Wechsel von Sommer auf Herbst bringt nicht nur kühleres Wetter, sondern bedeutet auch für alle Teilnehmer des Straßenverkehrs eine Umstellung auf die sich ändernden Witterungsverhältnisse. „Auf schlechter werdende Licht- und Sichtverhältnisse sollten sich nicht nur Autofahrer einstellen, sondern auch Fußgänger und Radfahrer“, so Wolfgang Wobido der neu gewählte Geschäftsführer der Verkehrswacht Bonn.

Autofahrer sollten ab Oktober von Sommer- auf Winterreifen wechseln. Auch wenn noch kein Schnee liegt, bieten Winterreifen bei kühlerem Wetter und nassen Straßen deutlich bessere Haftungswerte als Sommerreifen. Besondere Gefahren drohen durch nasses Laub auf der Fahrbahn. „Eine vorausschauende und angepasste Fahrweise mit reduzierter Geschwindigkeit vermeidet das Rutschen auf der Fahrbahn“, rät Wobido. „Zudem gilt es mit Herbstbeginn die Beleuchtung prüfen zu lassen und Frostschutzmittel aufzufüllen.“

Autofahrer müssen sich nicht nur wieder auf Fahrten bei Nebel, Nässe und Dunkelheit einstellen, sondern auch vermehrt mit Wildunfällen rechnen. „Wer auf der Landstraße oder in Waldgebieten unterwegs ist, sollte daher die Geschwindigkeit reduzieren und den Straßenrand im Auge behalten“, empfiehlt der Bonner VWacht Geschäftsführer.

Für Radfahrer und Fußgänger gilt in der dunklen Jahreszeit das Motto „Sicherheit durch Sichtbarkeit“. Wer helle Kleidung oder Reflektoren an der Kleidung trägt, wird von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich früher wahrgenommen. Wichtig für Radfahrer ist zudem eine funktionierende Beleuchtung. Zusätzliche Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit.

Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich zudem auf rutschigen Untergrund einstellen. Die Folge sind die bei allen Fahrzeugen deutlich längeren Bremswege als auf trockener Fahrbahn.

Ansprechpartner:
Verkehrswacht Bonn e.V.
Wolfgang Wobido
Zingsheimstr.4
53225 Bonn
Telefon: 0228-522 644 37
info@verkehrswacht-bonn.de

 

Unterwegs in Deutschland – Schulungsfilme der Verkehrswacht Solingen

Die Verkehrswacht Solingen hat in einer Gemeinschaftsproduktion mit der Polizei Wuppertal/Remscheid/Solingen, dem Filmclub Solingen sowie der Stadt Solingen, Stadtdienst Integration, zwei Filme produziert, die über das richtige Verhalten von Radfahrern und Fußgängern informierten. Gefördert wurden die Produktionen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Unterwegs in Deutschland als Radfahrer“ und „Unterwegs in Deutschland als Fußgänger“ sind für die Verkehrssicherheitsarbeit mit Gefüchteten und Migranten gedacht, die sich mit den hiesigen Verkehrsverhältnisse und der Straßenverkehrsordnungen nicht auskennen. Die Filme können aber auch zur Schulung von Verkehrsanfängern genutzt werden.

Die Filme sollen mit möglichst wenig Sprache auskommen, also selbsterklärend sein. Daher wird mit richtigen und falschen Beispielen sowie universell verständlichen Symbolen gearbeitet. Der Film „Unterwegs in Deutschland als Radfahrer“ wurde bereits in verschiedene Sprachen synchronisiert, darunter

Arabisch,

Englisch,

Farsi,

Französisch und

Vietnamesisch.

Eine Synchronisation in Tigrina (Eritrea) ist in Vorbereitung. Auch eine Version mit deutschen Untertiteln liegt mittlerweile vor. Bitte besuchen Sie die Homepage des Filmclubs Solingen, um sich über alle vorliegenden Versionen zu informieren. Dort kann man auch die deutsche Version für Schulungszwecke herunterladen.

Der Film wird über den Youtube-Kanal des Filmclub Solingen allen Menschen zur Verfügung gestellt und soll auch von der Polizei, Bereich Verkehrsunfallprävention, zur Verkehrserziehung genutzt werden. Auch andere Institutionen, die sich um Verkehrserziehung und/oder Flüchtlinge kümmern, können die Filme nutzen.

Der Film „Unterwegs in Deutschland als Fußgänger“, der das richtige Verhalten von Fußgängern im Straßenverkehr thematisiert, liegt vorerst nur in einer deutschen Fassung vor.

Fahrrad:

Fussgänger:

 

 

  1. Europa  Tag ohne einen
 Verkehrstoten

  2. HELFEN SIE UNS EUROPAS
    STRASSEN SICHERER ZU MACHEN
    Unterstützen Sie das Projekt EDWARD 2017MACHEN SIE DAS VERSPRECHEN
    https://projectedward.eu/de/
  3. Was der Wahlkampf verschweigt: Die Autoindustrie und der Weg ins KlimachaoTrotz Rekordfluten wie jüngst in Houston und extremer Dürre in vielen Teilen der Welt, von Italien bis Somalia, ist der Klimawandel im Bundestagswahlkampf kein Thema. In Deutschland steigen die Treibhausgasmissionen seit 2015 wieder, statt zu sinken, vor allem durch den boomenden Auto-, LKW- und Flugverkehr. Doch selbst bei den Debatten um Dieselgate, die Pleite des Autobahnbetreibers A1 Mobil und den Berliner Skandalflughafen BER bleibt die Verbindung zwischen Verkehr und Klima aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendet. Kontext TV geht der Frage nach, welche Rolle die Auto- und Flugzeuglobby dabei spielt, warum die Deutsche Bahn das unbeliebteste deutsche Unternehmen ist und wie eine zukunftsfähige Verkehrswende aussehen könnte. Im letzten Teil beleuchtet die Sendung außerdem ein weiteres verdrängtes Thema des Wahlkampfes: die Aufrüstung der EU und die Weigerung der Bundesregierung, den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen.
    GÄSTE: Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Gründungsmitglied des Bündnisses „Bahn für Alle“ und Chefredakteur der Zeitschrift Lunapark 21
    Quelle: Kontext TV

 

Privatisierungs-Streit droht erneut zu eskalieren

▪ Neben den Betreibern der A 1 fordert auch die Betreibergesellschaft eines A8-Stücks Millionen-Nachzahlungen vom Bund. Das räumte Alexander Dobrindt ein.
▪ Zuvor hatte der Verkehrsminister trotz Nachfragen dazu geschwiegen. Das sorgt in Berlin für heftigen Wirbel.
▪ Der Vorwurf des Grünen-Sprechers Kindler: Dobrindt „täuscht und verschleiert, wo er nur kann“.
„Wir geben acht!“ – der private Autobahnbetreiber Pansuevia hat sich für den Ausbau der A 8 zwischen Augsburg und Ulm sein ganz eigenes Motto kreiert. Der sechsspurige Ausbau der Autobahn solle ein nachhaltiges Geschäft werden – für alle Seiten, versprach die Tochter der Baukonzerne Hochtief und Strabag zum Start vor ein paar Jahren. Die Unternehmen zahlten, im Gegenzug dürfen sie die Fernstraße 30 Jahre betreiben und bekommen dafür große Teile der Lkw-Maut. Seit zwei Jahren rollt der Verkehr über den erweiterten Abschnitt. Jetzt wird klar, dass die Gesellschaft wohl bei den eigenen Profiten besonders achtsam ist. Per Klage fordert das private Autobahnkonsortium zusätzlich 35 Millionen Euro vom Bund ein.
Lange hatte das Bundesverkehrsministerium zur Frage geschwiegen, ob es neben der Klage über fast 780 Millionen Euro der angeschlagenen A 1-Betreibergesellschaft A 1 Mobil in Norddeutschland weitere Rechtsstreitigkeiten mit privaten Autobahnbetreibern gibt. Nun räumt das Ministerium von Alexander Dobrindt (CSU) einen weiteren Fall ein. Nach dem Scheitern einer Schlichtung habe der Konzessionsnehmer des A 8-Teilstücks zwischen dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen und der Anschlussstelle Augsburg West Klage beim Landgericht eingereicht, erklärt Staatssekretär Enak Ferlemann in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Der Grund seien unterschiedliche Auffassungen bei der Bauleistung, teilt ein Hochtief-Sprecher mit. Im Klartext: Die Betreiber und der Bund streiten darüber, ob Steuerzahler für bestimmte Bauarbeiten Millionen nachzahlen müssen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Anmerkung Jens Berger: Da können wir ja mal gespannt sein, welche Anschlussverwendung die Industrie ab nächster Woche für Alexander Dobrindt finden. Zu seinem (finanziellen) Nachteil wird es sicher nicht sein.

 

Öffentlich-Private-Partnerschaften: Ein abgekartetes Spiel

Der Baukonzern Bilfinger, der britische Infrastrukturfonds John Laing und das niedersächsische Bauunternehmen Johann Bunte übernahmen 2008 folgende Aufgabe: Sie erweitern die 72,5 Kilometer Autobahn zwischen Bremen und Hamburg in beiden Richtungen um eine Spur, erneuern die Anlagen und betreiben diesen Autobahnabschnitt bis 2038. Vertraglich wurde auch festgehalten, dass die Investoren dafür während der 30 Jahre Laufzeit einen Anteil an den LKW-Mautgebühren be­kommen – abhängig von der Zahl der LKW-Durchfahrten. Das war und ist das Vertragsmuster von Öffentlich-Privaten-Partnerschaften (ÖPP). Jetzt verklagen die Investoren des Autobahnabschnitts Bremen-Hamburg den Staat auf 787 Millionen Ausgleichszahlung, weil bisher angeblich 20 Prozent weniger LKWs als „erwartet“ durchgefahren sind, und zwar wegen der Finanzkrise. Die Investoren setzen ein Instrument ein, das zum ÖPP-Standard gehört: Der deutsche Staat hat nämlich gar keinen Vertrag mit Bilfinger, John Laing und Bunte, sondern mit der Projektgesellschaft A 1 mobil GmbH. Und die hat nur ein winziges Haftungskapital von 26.000 Euro. Die Drohung der Investoren: Wenn der Staat nicht zahlt, geht die GmbH Pleite. Einen neuen Vertragspartner zu finden, dauert bei ÖPP zwischen zwei und drei Jahren. In der Zeit würde auf der Autobahn Chaos ausbrechen. Mit der Projektgesellschaft erpressen die Investoren den Staat. Tolle Partnerschaft.
Quelle: Werner Rügemer bei Verdi Publik

 

 
Verkehrsmoral war gestern was muss noch geschehen ??
Ich fordere drastische Erhöhung der Strafen inkl. sofortiger Führerscheinentzug.
Falschfahrer auf der A1
Polizei-Offensive gegen „unfassbar rücksichtslose Autofahrer“
Die A1 bei Köln war wegen eines Unfalls gesperrt. Weil einige Autofahrer nicht abwarten wollten, wendeten sie am Stauende und fuhren entgegen der Fahrtrichtung ab. Jetzt veröffentlichte die Polizei ein Video.

Mehrere Geisterfahrer auf A29
Autofahrer wenden in Rettungsgasse
Ungeduldige Autofahrer als Risiko – nach einem schweren Unfall fuhren mehrere Personen entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse von der A29 ab. Jetzt ermittelt die Polizei.
 

Unfall auf der A5
Auf dem Campingstuhl an der Rettungsgasse
Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn A5 behindern Verkehrsteilnehmer den Rettungseinsatz für Verletzte. Sie stellen Campingstühle auf, fahren in der Rettungsgasse. Einer wendet sogar auf der Autobahn.www.fr.online.de

 

Polizei NRW Köln
Stau – Ungeduld – Risiko – Lebensgefahr

Viele schwere Verkehrsunfälle zeigen: Das Stauende ist mit die gefährlichste Stelle auf der Autobahn und häufig Folge eines vorausgegangenen Unfalls. Als wäre es damit noch nicht genug, führen unfassbar rücksichtslose Autofahrer lebensgefährliche Situationen herbei, indem sie im Stau wenden und die Autobahn als Falschfahrer verlassen. Videoaufzeichnungen einer Augenzeugin vom Nachmittag des 3. September; 16.30 Uhr (Sonntag) in Höhe der Anschlussstelle Niehl auf der Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Saarbrücken dokumentieren einige dieser waghalsigen Fahrmanöver.
Autobahn Verkehrsprävention
Als Polizisten im Kreuz Köln-Nord einen schweren Verkehrsunfall mit einem lebensgefährlich verletzten Motorradfahrer aufnahmen und 14 km weiter den entstandenen Stau vor dem Autobahnkreuz Leverkusen absicherten, wollten einige Autofahrer nicht mehr auf die Freigabe der Strecke warten. Während die meisten ordnungsgemäß im Stau standen, setzten weniger geduldige aber dafür risikobereite Autofahrer zurück, wendeten und verließen die Autobahn entgegen der Fahrtrichtung über die Auffahrt. Regulär Auffahrende hätten kaum eine Chance gehabt dem unerwarteten Gegenverkehr auszuweichen.
Auf Grundlage des ausgewerteten Videomaterials hat die Polizei Köln in 13 Fällen Straf- beziehungsweise Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet, die den Entzug der Fahrerlaubnis und in besonders schweren Fällen eine Freiheitstrafe zur Folge haben können.
„Dieses Verhalten ist schlichtweg unverantwortlich und rücksichtslos. In diesem Jahr verzeichnen wir auf den Autobahnen bereits 20 Verkehrsunfalltote“ so der Leiter der Direktion Verkehr, Herr Martin Lotz. Lotz weiter: „Auf der Autobahn gilt: Alles in eine Richtung! – darauf vertrauen auch alle. Ausnahmen davon kann es nur durch Anordnungen der Polizei geben.

“https://www.facebook.com/search/top/?q=Polizei%20NRW%2Fköln

 

 

 

Unfälle durch Ablenkung
So gefährlich sind Handys am Steuer


Foto: dpa

Jeder zehnte Autofahrer benutzt sein Handy auf der Autobahn.
BONN/DÜSSELDORF. Ein kurzer Moment kann tödlich sein. Trotzdem nutzen viele Autofahrer ihr Smartphone während der Fahrt. Geschätzte 60.000 Unfälle pro Jahr sind in NRW auf Ablenkung zurückzuführen.

 

Wer während der Fahrt ohne Freisprechanlage telefoniert, Nachrichten auf dem Smartphone liest oder tippt, bringt sich und andere in Lebensfahr. Trotzdem nutzen immer mehr Menschen ihr Handy beim Autofahren. Auch bei dem tragischen Unfall am Dienstagabend auf der A61, bei dem ein 26-jähriger Autofahrer ungebremst in ein Stauende fuhr und tödlich verunglückte, ermittelt die Polizei nach Hinweisen in diese Richtung. Ergebnisse gibt es noch nicht, sagte Polizeisprecher Christoph Gilles am Freitag.
Die Polizei NRW hat im vergangenen Jahr 640.027 Verkehrsunfälle aufgenommen, 524 Menschen wurden getötet. Mit rund 13.600 Schwerverletzten gab es 2,9 Prozent mehr als 2015. In der Unfallstatistik ist eine Unfallursache Ablenkung – durch Handys, aber auch das Bedienen des Navis oder Radios und Essen – nicht separat aufgeführt.
WEITERE LINKS

Schwerer Unfall auf A61
Handy des Toten nach Unfall in Rheinbach sichergestellt

Handy am Steuer: Polizei kontrolliert auf Autobahnen

 

Handy am Steuer
Jeder Zehnte benutzt sein Smartphone auf der Autobahn

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Bei schweren Unfällen, bei denen keine andere Ursache erkennbar sei oder es Hinweise von anderen Verkehrsteilnehmern gebe, werde in diese Richtung ermittelt, sagt Wolfgang Beus, Sprecher im Düsseldorfer Innenministerium. Handys werden beschlagnahmt und, auf Antrag der Staatsanwaltschaft, ausgewertet. Angefangene Nachrichten oder Telefonate zur Unfallzeit können dann Aufschluss geben. Belegbare Fallzahlen über die Unfallursache Ablenkung insgesamt gibt es aber nicht.
Laut dem Verkehrssicherheitsprogramm des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums ist aber Schätzungen zufolge jeder achte bis zehnte Unfall darauf zurückzuführen. Das wären für Nordrhein-Westfalen also mehr als 60.000 Unfälle allein 2016. „Vermutlich ist das Dunkelfeld noch höher“, sagt Beus. Die Polizei NRW hat im vergangenen Jahr deshalb die Kampagne „Lenk Dich nicht app“ gestartet. Unter anderem mit einem drastischen Video macht sie auf die Gefahr durch Ablenkung am Steuer aufmerksam.

<a href=“http://a.twiago.com/adnoclick.php?pid=2918&ord=[timestamp]“ target=“_top“> <img src=“http://a.twiago.com/adnoscript.php?pid=2918&ord=[timestamp]“ alt=“Hier klicken!“ border=“0″ width=“460″ height=“80″ /> </a>com</a> an oder aktiviere JavaScript, falls es in deinem Browser deaktiviert sein sollte.</div></div>

Eine Studie der Technischen Universität Braunschweig aus dem vergangenen Jahr hat ergeben, dass jeder zehnte Autofahrer sein Handy auf der Autobahn benutzt – nicht nur zum Telefonieren, sondern auch um Apps zu bedienen. „Ich sehe es ja selbst jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit, wenn ein Autofahrer abbremst und wieder beschleunigt oder komische Schlangenlinien fährt“, sagt Beus.
Auch der ADAC sensibiliert bei seinen Sicherheitstrainings im Fahrsicherheitszentrum in Weilerswist für das Thema. „Die Fahrschüler sind überrascht, dass sie bei wenigen Sekunden Ablenkung nicht mehr rechtzeitig vor einem Hindernis bremsen können“, sagt Simone Wans von der Pressestelle des ADAC Nordrhein. Auf dem ADAC-Gelände sind das Wasserfontänen, im realen Straßenverkehr aber das Stauende, ein Fußgänger oder Radfahrer.
Wer bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde nur eine Sekunde lang unachtsam ist, legt etwa 27 Meter im Blindflug zurück. Das ist lange genug, um in den Gegenverkehr zu geraten oder gegen einen Baum zu fahren, warnt der ADAC. „WhatsApp ist eine tolle Erfindung, aber nicht wert, dass man beim Autofahren sich und andere in Lebensgefahr bringt“, sagt Wolfgang Beus.

Wer in Deutschland von der Polizei mit Handy am Steuer erwischt wird, muss 60 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Trotzdem hat die Polizei in NRW allein im Jahr 2016 164.000 Handy-Verstöße im Straßenverkehr geahndet. Eine Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2017 waren es 81.400.
In anderen europäischen Ländern sind die Strafe zum Teil drastisch höher: In Frankreich zahlen Autofahrer ab 135 Euro aufwärts, in Norwegen umgerechnet 160 Euro, in den Niederlanden 230 Euro. In den allermeisten Fällen bleiben die Vergehen außerdem ungesühnt. <iframe width=“620″ height=“315″ src=“https://www.youtube.com/embed/FEJmOft9zuU“ frameborder=“0″ allowfullscreen></iframe>

 

 

 

 

Straßenverkehr

Auf der Straße tobt der Verteilungskampf

Alle gegen alle: Auf Deutschlands Straßen geht es aggressiver zu als früher. Das liegt auch daran, dass mehr Radfahrer einen sicheren Platz einfordern. Ohne Abstriche für Autofahrer wird das kaum gehen.

Vor 2 Stunden

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Tödlicher Fahrrad-Unfall: Auf den Straßen geht es aggressiver zu –
oft mit schlimmen Folgen. Foto: Sebastian Iwersen

 

„Schlampe“ und „Hure“ gehören zu den gängigen Beleidigungen, die Frauen in der Hektik des Berliner Straßenverkehrs zu hören bekommen. Männern geht es dann um Lappalien wie die Pole Position an der Ampel.

Mehr als 15 600 Berliner haben schon eine Petition gegen „Automachos“ im Internet unterzeichnet. Sie ist ein kleiner Seismograph dafür, dass das Verkehrsklima in der Hauptstadt immer rauer wird.

Passanten werden angegriffen

Wie in vielen deutschen Innenstädten nehmen Verteilungskämpfe um den Straßenraum zu. Mit dem ersten Mobilitätsgesetz will der rot-rot-grüne Senat Berlin wieder in die Spur bringen. Das Experiment gefällt nicht allen – es wird Verlierer geben.

Dass sich auf Berlins Straßen etwas verändert hat, spürt Rechtsmedizinerin Saskia Etzold fast jeden Tag. In der Gewaltschutzambulanz der Charité dokumentiert sie Verletzungen. „Autofahrer reißen die Autotür auf und greifen Passanten an. Oder sie schlagen Radfahrer an der Ampel durch das geöffnete Fenster“, sagt sie. Wenn sich Fußgänger bei Radfahrern beschwerten, bekämen manche als Antwort eine Faust ins Gesicht. „Das geht über Rücksichtslosigkeit weit hinaus, das ist pure Gewalt. Und die Hemmschwelle sinkt“, sagt Etzold.

Keine Akzeptanz von Verkehrsregeln

Die aufgeladene Stimmung registrieren Verkehrsforscher auch in bundesweiten Umfragen. Die Folgen reichen über Aggressivität bis zur völligen Missachtung des ersten Paragrafen der Straßenverkehrsordnung: gegenseitige Rücksicht und Vorsicht.

„Die Akzeptanz von Verkehrsregeln ist nicht gerade auf dem Vormarsch, besonders wenig bei Radfahrern“, urteilt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer. „Die rote Ampel ist so ziemlich das einzige, wo ich noch sagen würde: Da halten sich zumindest Autofahrer dran.“ Die Frage sei allerdings, wie lange noch.

Eine wachsende Radlobby

Die Lage ist für Brockmann oft hausgemacht. Wenn Politik den Radverkehr laut propagiere, dann komme er auch. „Doch die meisten Kommunen sind darauf gar nicht vorbereitet“, bilanziert der Forscher. Infrastrukturplanung fürs Rad sei nicht selten irgendwo in den 70er Jahren stehen geblieben, selbst in Hochburgen wie Münster. Welche deutsche Stadt hat ein modernes, attraktives, sicheres und gut durchdachtes Radwegenetz? Brockmann muss überlegen. „Freiburg“, sagt er schließlich.

Berlin will umsteuern – getrieben von einer wachsenden Radlobby, die ihre Rechte selbstbewusst bis hin zu Volksbegehren einfordert. Die Pläne sind ehrgeizig. Mit dem neuen Mobilitätsgesetz, das bis Ende des Jahres in Kraft treten soll, haben öffentliche Verkehrsmittel und das Rad künftig Vorrang vor Autos. „Je mehr Menschen auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen können und wollen, desto schneller kommen auch die voran, die auf das Auto angewiesen bleiben“, argumentiert Berlins Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne. Die Autolobby grollt schon hörbar.

Attraktive Radwege auf verbreiterten Bürgersteigen

Beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat ist klar, dass Veränderungen nicht leise vonstatten gehen. „Es wird in den Kommunen Auseinandersetzungen um den Platz auf der Straße geben“, prognostiziert Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. „Konflikte treten bundesweit vor allem dann auf, wenn es Städte lange versäumt haben, eine gute Rad-Infrastruktur zu schaffen.“

Für Unfallforscher Brockmann ist es mit breiten Radwegen auf den Straßen nicht getan. Autofahrer parkten sie zu oft zu und zwängen Radfahrer damit zu riskanten Ausweichmanövern – oder sie öffneten abrupt die Fahrertür. Das kostete in Berlin jüngst einem Radfahrer das Leben. 17 tote Radfahrer gab es in der Hauptstadt 2016 insgesamt – deutlich mehr als in den Vorjahren. Bundesweit kamen fast 400 Radfahrer ums Leben.

Attraktive Radwege auf verbreiterten Bürgersteigen hält Brockmann für sicherer. Auch dafür müssten Autofahrer eine Spur abgeben. Dazu kommt die Technik. „Möglich sind in der Innenstadt eigentlich nur separate Ampeln für Radfahrer – ein eigenes System“, sagt der Forscher. Das sei allerdings mit Geld und sehr hohen Anforderungen an die Ampelschaltungen verbunden. Denn grüne Wellen wollen Rad- und Autofahrer.

Überzogene Maßnahmen?

Städte müssten auch überlegen, wie sie mit ruhendem Verkehr umgehen, ergänzt Christian Kellner. „Fahrzeuge stehen zu lange nutzlos am Straßenrand, zum Beispiel während der Arbeitszeit“. Es sei gesellschaftlich gewollt und sinnvoll, dass immer mehr Menschen Rad fahren. „Das Auto wird Anteile verlieren. Das heißt, wir werden es intelligenter nutzen müssen“, folgert Kellner. Zum Beispiel durch Carsharing, Parkmöglichkeiten außerhalb der Stadt und einen besser vernetzten Nahverkehr. „So, dass auch Pendler eine Chance haben, zur Arbeit zu kommen – und dafür nicht um vier Uhr morgens aufstehen müssen.“

Die Berliner Opposition spricht von „Klientelpolitik“ auf Kosten der Autofahrer. Wirtschaftsverbände warnen davor, den Lieferverkehr auszubremsen. Der Senat will trotzdem, dass an allen Hauptstraßen Berlins sichere Radwege entstehen, dazu Radschnellwege für Pendler. Für Verkehrsforscher ist das der richtige Weg – aber auch ein Risiko. „Wenn es der Senat nicht schafft, den Radverkehr in punkto Sicherheit und Komfort voranzubringen, wäre das ein verheerendes Signal. Berlin hat eine Modellfunktion“, sagt Siegfried Brockmann.

Mehr zu diesem Thema

Internet Petition „Automachos“

Wie das Umsteuern im Detail aussehen kann, bekam Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller vor kurzem persönlich zu spüren. In der Nähe seines Wohnhauses wurden mehrere Parkplätze abgeschafft, um mehr Platz für Radler zu schaffen. Müller protestierte beim Bezirksamt gegen die „überzogene Maßnahme“. Genützt hat es nichts. Das Parkverbot blieb.

(Von Ulrike von Leszczynski und Stefan Kruse, dpa)

Automacho

Klare Kante gegen #Automachos zeigen, für faire und sichere Verhältnisse im Straßenverkehr!

Mit dieser Aufforderung haben die Frauen des Volksentscheids Fahrrad eine Petition auf change.org gestartet. Damit machen wir auf herabwürdigende Beleidigungen und aggressive Konfrontationen mit Autofahrern aufmerksam:  “Schlampe”, “Fotze” oder “Hure” – im Straßenverkehr machen Frauen Erfahrungen, die in anderen Bereichen nicht mehr toleriert werden.

Wir fordern die Berliner Spitzenpolitiker auf, eindeutig Stellung gegen aggressive und oft sexistische “Automachos” zu beziehen. Der Weg dahin ist die zügige Verabschiedung und Umsetzung des RadGesetzes: Mit geschützen Radwegen und fairer Flächenverteilung werden viele Konfliktsituationen entschärft.

Diverse Umfragen und Statistiken wie z. B. des Kraftfahrzeugbundesamtes belegen, dass sich Männer im Straßenverkehr aggressiver, gefährdender und rücksichtsloser verhalten. In einem Factsheet haben wir einige Fakten und Infos gesammelt: Factsheet Automacho

Unterzeichne auch Du die Petition, damit wir gemeinsam den #Automachos Kante zeigen können. Bitte maile Deine Freundinnen und Freunde und Bekannten an, bitte sie, ebenfalls mitzuunterzeichen. Bitte verbreite die Petition über Facebook und Twitter. Nutze jede Gelegenheit, mit anderen zu diskutieren und nach ihren Eindrücken zu fragen. Auch wenn sich diese Petition an Politiker in Berlin richtet, gibt es dieses Problem überall in Deutschland. Und falls Du als Mann zwar noch nicht als Schlampe beschimpft worden bist, das aggressive Verhalten von Automachos aber auch kennst,  darfst auch Du klar Stellung beziehen: Bitte unterzeichne auch Du mit.

Die Petition findest Du unter: change.org/automacho

Das erste Video zur Petition findest Du auf unserer Facebook-Seite.

Neuigkeiten zur Kampagne und Erlebnisse von Frauen mit Automachos werden wir auf Facebook und Twitter posten, unter #automacho kannst Du deine Perspektive und Erlebnisse posten.

Halte Dich auf dem Laufenden und verbreite die Petition in Deinen Netzwerken!

https://volksentscheid-fahrrad.de/de/Automacho/